Polizei prangert Gefahrenstellen für Radfahrer an

…harsche Kritik an der Stadt, weil diese nur „halbherzig“ den Radverkehr an einigen Hauptverkehrsstrecken fördere. Insbesondere in der … und … straße sei das Radeln „eine gefährliche Angelegenheit“ und „nur mit höchster Konzentration und einem guten Schuss Glück“ ohne einen Unfall zu bewältigen. […] Dies ist keine Situation, die man nicht ändern kann. Und eine Änderung steht dringend an. Die Polizei fordert deshalb, dass dort der Straßenraum „auf Kosten des Kraftverkehrs umgestaltet“ wird: also mehr Platz für Fahrräder und weniger für Autos. Zugleich müsse die Attraktivität der Verkehrsachse, auf der täglich etwa 35 000 Kraftfahrzeuge unterwegs sind, „spürbar reduziert“ werden.

Die Analyse könnte für den Bereich Kiesstrasse/Grabbrunnenstrasse kaum treffender sein. Der obige Text stammt allerdings nicht aus Esslingen und es ist auch nicht die Esslinger Polizei, die die Probleme auf dem östlichen Esslinger Cityring anprangert.

Der Artikel stammt aus München, die Probleme sind allerdings vergleichbar.

In Esslingen hat die Stadt eine Fahrradstrasse gebaut und entlässt die Radler am Ende auf den Zubringer zur autobahnähnlich ausgebauten B10. Den dort aufgebrachten „Schutzstreifen“ kann man nur als Scherzstreifen bezeichnen, er darf von Autofahrern überfahren werden und schützt deshalb den Radfahrer überhaupt nicht. Muss denn hier erst ein Radfahrer unter einem LkW sterben?

Was muss in Esslingen passieren?
Esslingen braucht ein durchgängig befahrbares Netz von Radwegen. Wenn der Grossvater und sein 6-jähriger Enkel hier fahren, dann ist die Sicherheit ausreichend, sonst nicht. Schade, dass in Esslingen nicht mal die Polizei bessere Zustände einfordert. Seither hatten wir in Esslingen wenigstens eine Längsachse abseits des Autoverkehrs, den Neckaruferweg. Leider hat die Stadt den jetzt gesperrt und eine Schiebestrecke verfügt. In Esslingen ist es also nicht so, dass die Stadt den Radverkehr „nur halbherzig“ fördert, nein: sie behindert ihn und reduziert alle Möglichkeiten. Das ist in einer Stadt mit derart schlechten Luftverhältnissen ein Skandal.

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